1976 kam es zu einer Neugliederung der Freiwilligen Feuerwehren. Seither gehören die Wehren der Marktgemeinde Göpfritz/Wild zum Abschnitt Allentsteig und gliedern sich in die Unterabschnitte Göpfritz I und Göpfritz II. Der Unterabschnitt Göpfritz I umfasst die Wehren Göpfritz/Wild (gegründet im Jahr 1887), Merkenbrechts (gegründet im Jahr 1893), Weinpolz (gegründet im Jahr 1899) und Scheideldorf (gegründet im Jahr 1907) und wird von Kommandant HBI Karl Kowatsch geführt. Der Unterabschnitt Göpfritz II umfasst die Wehren Breitenfeld (gegründet im Jahr 1899), Kirchberg/Wild (gegründet im Jahr 1899), Schönfeld/Wild (gegründet im Jahr 1899) und Almosen (gegründet im Jahr 1931) und wrd von Kommandant HBI Karl Reisinger geführt.
1976 legte nach fast 30-jähriger Tätigkeit Franz Steinbauer das Schriftführeramt zurück. Eine Gruppe errang bei den Wettkämpfen in Waidhofen/Thaya das Feuerwehrleistungsabzeichen in Silber.
Ein paar Wochen später im Juli 1978 konnte das neu angeschaffene Löschfahrzeug mit Bergeausrüstung der Freiwilligen Feuerwehr Göpfritz/Wild in den Dienst gestellt werden. Mit diesem Fahrzeug war es fortan möglich, neben einer Löschaurüstung auch Ausrüstung für den technischen Einsatz mitzuführen. Herzstück dabei war das hydraulische Rettungsgerät "Holmatro".
Dieses Gerät wurde auch schon längst benötigt, denn der Verkehr auf den Straßen hatte seit dem Jahr 1961 im Postenrayon Göpfritz sehr stark zugenommen. Es ereigneten sich auf diesen vom Jahre 1961 bis zum Jahre 1978 41 schwere Verkehrsunfälle mit 33 Verkehrstoten und 28 Schwerverletzten. Im gleichen Zeitraum steigerten sich die leichten Verkehrsunfälle von 80 auf 130 im Jahre 1978, weshalb die Feuerwehr immer mehr und öfters gefordert wurde. Dies zeigt sich auch in den Einsatzzahlen der FF Göpfritz/Wild.
Insgesamt wurden im Jahr 1978 40 Einsätze bewältigt. Davon war 1 Brandeinsatz und 39 technische Einsätze. Bei diesen Einsätzen waren insgesamt 143 Mitglieder eingesetzt und es konnten 247 Stunden abgeleistet werden.
Die Fahrzeugweihe fand anlässlich des 90 Bestandsjubiläum der FF Göpfritz in Verbindung mit den Abschnittsleistungsbewerben statt. Diese wurden 1978 erstmals im Gemeindegebiet bei der FF Göpfritz/Wild organisiert und ausgetragen.
Abgesehen von der Einsatztätigkeit waren die Mitglieder auch fleißig in der Ausbildung, so konnten die erste Atemschutzlehrgang besucht werden. Die ersten Mitglieder, die am 06. Februar 1978 den Atemschutzlehrgang besuchten, waren Scheidl Hermann, Hofbauer Robert, Brenner Franz und Weidenauer Leopold. Somit konnten die im Vorjahr angeschafften Atemschutzgeräte auch im Einsatzfall verwendet werden.
Abesehen davon nahm eine Gruppe am Landesleistungsbewerb in Hollabrunn teil, wo im Bewerb Silber A unter 522 Bewerbsgruppen der 151. Platz und im Bewerb Bronze A unter 689 Bewerbsgruppen der 94. Platz erreicht werden konnte. Beim 4. Landesfunkleistungebewerb nahmen 4 Mitglieder teil und konnten das Bewerbsziel erfolgreich erreichen. Wobei sogar der 3. Gesamtrang unter ca. 300 Teilnehmern erreicht werden konnte.
Die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Göpfritz an der Wild im Jahr 1985
(es waren nicht alle Mitglieder anwesend)
Am 10. April 1985 brach gegen 15:30 Uhr im Hause des Herrn Herbert Sack in Georgenberg ein Brand aus. 17 ausgerückte Feuerwehrmitglieder der örtlich zuständigen Feuerwehr Weinpolz konnten gemeinsam mit den an die Brandstelle geeilten Feuerwehren Waidhofen, Göpfritz, Scheideldorf und Stögersbach den Brand nach ca. einer Stunde löschen, es entstand jedoch eine beträchtlicher Sachschaden.
Am 3. Dezember 1999 war es endlich so weit und das Rüstlöschfahrzeug-Allrad (RLFA 2000) konnte vom Rosenbauer Werk übernommen werden und in den Dienst der Freiwilligen Feuerwehr Göpfritz/Wild gestellt werden. Neben dem 2.000 l fassenden Löschwassertank verfügt das Fahrzeug unter anderem über einen Wasserwerfer, ein Notstromaggregat und Ausrüstung für die Rettung von Personen aus Fahrzeugen. Die Kosten belaufen sich dabei auf ca. ATS 4,2 Mio.
Weiters wurde von der Feuerwehr die erste Telefonwertkarte (TWK)3 ausgegeben werden. Diese TWK dient zur Finanzierung des neuen Rüstlöschfahrzeuges und zeigt den heiligen Florian sowie das Gemeindewappen. Der Preis dafür betrug S 199.-